Blog / Deine Erfahrung ist mehr wert, als du denkst: die 7 Karriere-Prompts
Deine Erfahrung ist mehr wert, als du denkst: die 7 Karriere-Prompts
7 kopierfertige Karriere-Prompts für Claude: versteckte Fähigkeiten finden, Erfahrung monetarisieren, den größten Hebel bestimmen und einen 90-Tage-Plan bauen.
Kategorie
Tipps & Tricks
Datum
23. August 2026
Lesezeit
5 min
Teilen
Link kopieren
Die meisten Menschen haben kein Fähigkeiten-Problem, sondern ein Sichtbarkeits-Problem. Du sitzt auf Erfahrung, die du nicht mehr wahrnimmst, weil sie für dich einfach „dein Job“ ist. Genau das macht sie unsichtbar — und unbezahlt. Diese 7 Karriere-Prompts lassen Claude deine eigene Laufbahn zurückspiegeln, ohne deine blinden Flecken.
Jeder Prompt ist mit einem Klick kopiert. Platzhalter in [KLAMMERN] mit deinen Angaben ersetzen.
Zuerst der Startblock — ohne ihn raten alle 7 Prompts
Die Prompts arbeiten nur so gut wie das Material, das sie bekommen. Der Startblock legt deine Laufbahn einmal ab; danach beziehen sich alle weiteren Fragen darauf. Stell die Prompts deshalb in derselben Unterhaltung.
0 — Der Startblock
Die wichtigste Zeile ist „Wofür Kollegen mich fragen“. Dort liegt fast immer das, was man selbst nicht mehr sieht.
Ich gebe dir gleich meine berufliche Laufbahn. Behalte sie für alle folgenden Fragen im Kopf.
Beruflicher Werdegang: [STATIONEN MIT ZEITRÄUMEN UND AUFGABEN]
Ausbildung/Studium: [ABSCHLÜSSE]
Womit ich mich täglich beschäftige: [KONKRETE TÄTIGKEITEN, AUCH BANALE]
Wofür Kollegen mich fragen: [WORIN MAN DICH UM RAT FRAGT]
Werkzeuge/Software, die ich sicher beherrsche: [LISTE]
Aktuelle Position und Einkommensrahmen: [ANGABE]
Zeit, die ich neben dem Job aufbringen kann: [STUNDEN PRO WOCHE]
Wohnort/Markt: [REGION]
Bestätige kurz, dass du das hast. Stell mir dann alle Rückfragen, die du brauchst, um wirklich brauchbare Antworten zu geben – eine nach der anderen, wichtigste zuerst.
Die 7 Karriere-Prompts
1 — Versteckte Fähigkeiten
Deckt auf, was du nicht mehr siehst, weil es für dich Routine ist.
Analysiere meine berufliche Laufbahn und nenne mir die 10 Fähigkeiten, die ich am stärksten unterschätze. Für jede: (1) warum sie am Markt wertvoll ist, (2) wer konkret dafür zahlt – Branche, Rolle, Unternehmensgröße, (3) wie ich sie mit KI so einsetze, dass ich weniger Zeit brauche als bisher. Sortiere nach Marktwert, nicht danach, wie stolz ich darauf sein sollte. Überspring alles, was auf jedem zweiten Lebenslauf steht.
2 — Realistische Einkommenswege
Ordnet Optionen nach Aufwand statt nach Verlockung.
Schlag mir auf Basis meiner Erfahrung 10 realistische Wege vor, nebenbei Einkommen aufzubauen. Gib mir für jeden Weg: Startkosten, Zeitaufwand pro Woche, Schwierigkeit von 1 bis 10, realistische Einnahmen in Monat 1, 3 und 12, und die häufigste Ursache, an der es scheitert. Nichts, was Reichweite oder Publikum voraussetzt, das ich noch nicht habe. Kennzeichne, welche Wege wirklich zu meinem Hintergrund passen und welche jeder machen könnte.
3 — Angebot aus vorhandener Erfahrung
Aus Fähigkeiten wird etwas, das man kaufen kann.
Du bist ein Strategieberater, der Selbstständigen hilft, ein erstes Angebot zu schnüren. Entwickle auf Basis meiner Berufserfahrung konkrete Angebote: Dienstleistungen, Beratung, digitale Produkte, Freelance-Arbeit. Für jedes: das Problem, das es löst, die Zielgruppe in einem Satz, ein Preisrahmen mit Begründung, und was ich in den ersten 7 Tagen tun müsste, um den ersten zahlenden Kunden zu finden. Keine Ideen, für die ich erst etwas Neues lernen muss.
4 — Der größte Hebel
Beendet das Sammeln von Optionen und benennt einen Startpunkt.
Wenn du mein Einkommen so schnell wie möglich steigern müsstest – nur mit dem, was ich heute schon kann, ohne neue Ausbildung – worauf würdest du zuerst setzen? Nenne genau eine Sache. Begründe, warum sie den größten Hebel hat und warum die naheliegenderen Alternativen schlechter sind. Sag mir dann, was ich in den nächsten 48 Stunden konkret tue, und woran ich nach zwei Wochen erkenne, ob es funktioniert.
5 — Was besser bezahlt wird
Zeigt die Seitwärtsbewegung, die oft mehr bringt als die nächste Stufe.
Identifiziere Rollen, Branchen oder Marktnischen, die für das, was ich kann, deutlich mehr zahlen als meine aktuelle Position. Für jede: warum dort mehr gezahlt wird, was mich schon heute qualifiziert, welche Lücke ich noch habe und wie lange ich für sie brauche, und wie dieser Wechsel realistisch anfängt. Beziehe auch Wege ein, die keine Beförderung sind – Branchenwechsel, gleiche Rolle in anderem Umfeld, Spezialisierung.
6 — Nebenprojekt unter 5 Stunden
Für alle, deren Woche schon voll ist.
Schlag mir 5 KI-gestützte Dienstleistungen vor, für deren Start ich weniger als 5 Stunden pro Woche brauche. Für jede: was genau ich verkaufe, welche KI-Werkzeuge die Arbeit übernehmen, was ich selbst tun muss, ein Preis pro Auftrag, und die ersten drei Kunden, die ich aus meinem bestehenden Umfeld ansprechen könnte. Nichts, was tägliches Posten oder ständige Verfügbarkeit voraussetzt.
7 — Der 90-Tage-Plan
Macht aus den sechs Antworten davor eine Reihenfolge.
Mein Ziel: in 90 Tagen finanziell sicherer stehen als heute. Bau mir daraus einen Plan auf Basis meines Hintergrunds, meiner Zeit und meiner Erfahrung. Gliedere ihn in Wochen. Pro Woche: höchstens drei Aufgaben, jede in unter zwei Stunden erledigbar. Nenne pro Monat einen Meilenstein, an dem ich sehe, ob ich auf Kurs bin. Sag mir am Ende ehrlich, welcher Teil des Plans am wahrscheinlichsten scheitert und woran ich das früh merke.
In welcher Reihenfolge du sie stellst
Der kurze Weg: Startblock → 1 → 4 → 7. Bestandsaufnahme, eine Entscheidung, ein Plan — in einer Sitzung machbar. Der lange Weg: alle sieben der Reihe nach, wenn du erst das ganze Feld sehen willst. Wichtig in beiden Fällen: dieselbe Unterhaltung, sonst fehlt der Kontext aus dem Startblock.
Was diese Prompts nicht können: Claude kennt den Arbeitsmarkt in deiner Region nicht. Gehalts- und Umsatzzahlen aus solchen Antworten sind Ausgangspunkte für eigene Recherche — keine Gutachten. Nimm sie als Richtung, nicht als Zusage.